Lernspuren

Lernspuren – Dokumentenraum – eine App, mit der Kinder und Jugendliche ihr Lernen selbst festhalten: als Buch zum Blättern oder auf einer Pinnwand zum Sammeln, Ordnen und Präsentieren. Für die Grundschule und darüber hinaus, auch im inklusiven Unterricht. Ohne Konto, ohne Cloud, alle Daten bleiben auf dem Gerät.

Aplicación web para probar: lernspuren.urff.app – läuft im Browser auf Tablet, Laptop und Smartphone, auch offline, und lässt sich wie eine App auf dem Startbildschirm ablegen.

Im Unterricht entstehen ständig Dinge, die es wert sind, festgehalten zu werden: Verschiedene Lösungs- bzw. Rechenwege zu einer Aufgabe, verschiedene gelegte Lösungen, Beobachtung, eine Vermutung im Gespräch. Lernspuren ist der Dokumentenraum, in dem Kinder zu einer Aufgabe solche Spuren sammeln – mit Foto, Text, Zeichnung, Sprachaufnahme oder kurzem Video – und dann etwas damit tun: ordnen, sortieren, vergleichen, darüber sprechen, anderen zeigen.

Zwei Arten zu dokumentieren

Buch: Seite für Seite wie in einem Bilderbuch. Kinder schreiben, fügen Fotos ein, zeichnen mit dem Stift, nehmen ihre Stimme auf. Sechs Buchvorlagen mit Seitengerüsten helfen bei Bedarf beim Anfangen: Forscherbuch, Steckbrief, Bildergeschichte, Schritt für Schritt, Mein Wörterbuch, Lerntagebuch. Das fertige Buch wird im Vollbild geblättert, Texte lassen sich vorlesen – für den Sitzkreis, den Elternabend oder die Lerndokumentation.

Pinnwand: Eine große Fläche zum Sammeln und Ordnen von Karten. Karten werden verschoben, gestapelt, gruppiert, mit Pfeilen verbunden und in Zonen sortiert. 18 Vorlagen können die Fläche bei Bedarf vorstrukturieren. Die Entstehung einer Pinnwand wird aufgezeichnet und lässt sich Schritt für Schritt abspielen. So wird sichtbar, in welcher Reihenfolge Kinder gesammelt, umsortiert und verworfen haben – eine gute Grundlage für das Gespräch über den Lernweg.

Grundschule und darüber hinaus, auch inklusiv

Entwickelt ist Lernspuren für die Grundschule, die Werkzeuge können aber natürlich auch darüber hinaus verwendet werden: Als Lerntagebuch und Portfolio in der Sekundarstufe, Dokumentation von Projekten und Experimenten, Vorbereitung von Präsentationen. Für den inklusiven Unterricht ist die App besonders geeignet, weil sie viele Wege zum Ausdruck öffnet: Wer noch nicht oder nur wenig schreibt, fotografiert, zeichnet oder spricht seine Gedanken ein; Texte lassen sich vorlesen, Sprachaufnahmen werden auf Wunsch transkribiert. Die Lehrkraft wählt den Funktionsumfang (Einfach, Standard, Erweitert) und legt Aufgabenkarten mit gestuften Tipps bereit, sodass alle Kinder am selben Gegenstand arbeiten, aber auf eigenem Niveau.

Für Lehrkräfte

Im Lehrkraft-Modus lassen sich Aufgabenkarten mit gestuften Tipps und Checklisten auf die Pinnwand legen. Drei Funktionsumfänge (Einfach, Standard, Erweitert) begrenzen die Werkzeuge je nach Klasse und Aufgabe. Alles ist rückgängig zu machen, gelöschte Projekte liegen 30 Tage im Papierkorb.

Ergebnisse gehen als PDF oder Bild an den Drucker, als EPUB in jeden E-Book-Reader oder als .lernspur-Datei auf ein anderes Gerät. Wer möchte, teilt ein Projekt per Link und QR-Code: Erst nach einem deutlichen Hinweis wird es auf einen Server in der EU geladen, ist nur über den Link erreichbar und wird nach 7, 30 oder 90 Tagen automatisch gelöscht.

iOS-App und Webapp

Die iOS-App und die Webapp sind dieselbe Anwendung. Die App aus dem App Store läuft auf iPad und iPhone im Vollbild, ohne Adresszeile und Browser-Knöpfe, mit großen Bedienelementen und wenigen klaren Werkzeugen. Sie ergänzt eine Spracherkennung, die vollständig auf dem Gerät arbeitet, und einen einfachen Videoschnitt. Neue Funktionen der Webapp erreichen die App automatisch.

Beides lässt sich nebeneinander verwenden: Ein Buch, das auf dem iPad in der App entstanden ist, wird per Datei oder Link am Laptop im Browser geöffnet – und umgekehrt. Schulen ohne iPads nutzen die Webapp auf Android-Tablets oder Notebooks.

Protección de datos

Viele Portfolio- und Dokumentations-Apps speichern Kinderarbeiten auf den Servern der Anbieter, verlangen Konten oder werten die Nutzung aus. Lernspuren ist als datenschutzfreundliche Alternative gedacht: Alle Projekte, Fotos, Aufnahmen und Zeichnungen liegen ausschließlich auf dem Gerät. Es gibt keine Konten, keine Werbung, keine Analyse, keine In-App-Käufe. Nur beim bewussten Teilen per Link verlassen Daten das Gerät – befristet und nur für die Personen, die den Link haben. Die App kann damit ohne Einwilligungsverfahren in der Schule eingesetzt werden.

Offen als OER

Lernspuren ist eine Open Educational Resource. Der vollständige Quellcode der Webapp und des Freigabe-Dienstes steht unter der Apache-Lizenz 2.0 auf GitHub: https://github.com/christianurff/lernspuren. Die Vorlagen stehen unter CC BY 4.0. Schulen, Hochschulen und Entwicklerinnen können die App prüfen, selbst betreiben, anpassen und weiterentwickeln. Wer eine Weiterentwicklung veröffentlicht, nennt bitte den Ursprung. Fehlerberichte und Beiträge sind willkommen.

Antecedentes didácticos

Dokumentieren ist mehr als Abgeben. Wer festhält, was er getan hat, muss auswählen, benennen und anordnen und beginnt damit, über das eigene Vorgehen nachzudenken. Die Pinnwand unterstützt genau diese Tätigkeiten: sammeln, sortieren, vergleichen, in Beziehung setzen. Das Buch verlangt eine Reihenfolge und eine Erzählung. Beides sind Anlässe, über Mathematik zu sprechen und Lernwege sichtbar zu machen – für das Kind selbst, für Mitschülerinnen und für die Lehrkraft, die daraus ablesen kann, wo ein Kind steht.

Concepción y desarrollo

Konzeption und Entwicklung: Christian Urff, Pädagogische Hochschule Weingarten. Rückmeldungen, Unterrichtsbeispiele und Wünsche gern an christian.urff@ph-weingarten.de.